Report 2026: "Der 3. Beitragszahler: Pensionskassen - Wohin fliesst die Rendite?"
Mit einer durchschnittlichen Nettorendite von 6,1 Prozent erwirtschafteten die Schweizer Pensionskassen im Jahr 2025 rund CHF 80 Milliarden Anlageertrag für ihre Versicherten. Seit 2004 hat der sogenannte 3. Beitragszahler damit mehr als CHF 650 Milliarden zur Finanzierung der beruflichen Vorsorge beigetragen. Die diesjährige Ausgabe des Reports zeigt jedoch nicht nur, wie viel Rendite erzielt wurde, sondern vor allem, wie diese Erträge verwendet werden und weshalb sie heute stärker als früher bei den Versicherten ankommen.
Drei erfolgreiche Anlagejahre in Folge haben die Schweizer Pensionskassen in eine historisch starke finanzielle Position geführt. Hohe Deckungsgrade, gut gefüllte Wertschwankungsreserven und sinkende Pensionierungsverluste ermöglichten 2025 eine durchschnittliche Verzinsung der Altersguthaben von 4,33 Prozent – den höchsten Wert seit Beginn der Erhebungen.
Der 3. Beitragszahler in Zahlen
Die Kapitalmärkte leisten seit Jahren einen wesentlichen Beitrag zur Finanzierung der beruflichen Vorsorge. Während Arbeitnehmende und Arbeitgebende die ersten beiden Beitragszahler darstellen, hat der 3. Beitragszahler seit 2004 über CHF 650 Milliarden zur Vermögensentwicklung der 2. Säule beigetragen.
Das Anlagejahr 2025 war von unterschiedlichen Entwicklungen an den Finanzmärkten geprägt. Besonders Aktien und Immobilien lieferten positive Beiträge zur Performance der Pensionskassen und stärkten damit den 3. Beitragszahler.
Rekordverzinsung dank starker Pensionskassen
Nach drei erfolgreichen Anlagejahren verfügen die Schweizer Pensionskassen über solide Deckungsgrade und Wertschwankungsreserven. Diese finanzielle Stärke erlaubt es den Vorsorgeeinrichtungen, einen grösseren Teil der Kapitalmarkterträge direkt an die Versicherten weiterzugeben.
Die durchschnittliche Verzinsung der Altersguthaben aktiver Versicherter erreichte 2025 mit 4,33 Prozent den höchsten Wert seit Beginn der Datenerhebung. Die Kapitalmarkterträge kommen damit heute stärker bei den Versicherten an als noch vor einigen Jahren.
Streuung der Verzinsung für aktive Versicherte
Wohin fliessen die CHF 80 Milliarden?
Die Rendite der Pensionskassen verschwindet nicht irgendwo in der Finanzindustrie. Die Erträge erfüllen mehrere Aufgaben gleichzeitig: Sie verzinsen die Altersguthaben der Versicherten, finanzieren laufende Renten, decken verbleibende Pensionierungsverluste und stärken die finanzielle Stabilität der Vorsorgeeinrichtungen durch den Aufbau von Reserven.
Die Analyse des Reports zeigt, dass 2025 mit 78% ein ausserordentlich hoher Anteil (nach 56 Prozent 2024 und 48 Prozent 2023).der Kapitalmarkterträge den Altersguthaben gutgeschrieben worden sind.
Immobilien: Renditetreiber und Teil der Vorsorgelösung
Mit einem Anteil von rund 22 Prozent am Gesamtvermögen gehören Immobilien zu den wichtigsten Anlagekategorien der Schweizer Pensionskassen. Sie liefern laufende Erträge, schützen vor Inflation und leisten einen bedeutenden Beitrag zum 3. Beitragszahler.
Gleichzeitig finanzieren Pensionskassen einen bedeutenden Teil des Schweizer Wohnungsbestands und des Wohnungsbaus. Als langfristige Investoren verfolgen sie nicht kurzfristige Gewinnmaximierung, sondern stabile und nachhaltige Erträge für ihre Versicherten. Damit schaffen ihre Immobilienanlagen einen doppelten Nutzen: für die Altersvorsorge und für den Wohnungsmarkt.
PK Performance vs. Immobilien-Anteil
Die wichtigsten Erkenntnisse
- Der 3. Beitragszahler bleibt eine tragende Säule der beruflichen Vorsorge.
- Die Schweizer Pensionskassen sind finanziell so robust aufgestellt wie seit vielen Jahren nicht mehr.
- Die Kapitalmarkterträge kommen heute stärker bei den Versicherten an als noch vor einem Jahrzehnt.
- Professionelles Asset Management und die Nutzung der Risikofähigkeit schaffen langfristig Mehrwert.
- Immobilien sind ein wichtiger Renditetreiber und zugleich ein bedeutender Bestandteil des Schweizer Wohnungsmarkts.
- Stabile und zeitgemässe Rahmenbedingungen bleiben entscheidend für die langfristige Leistungsfähigkeit der beruflichen Vorsorge.
Report 2026